Spitzen schneiden

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Wer seine Haare beim Wachsen beobachtet, wird feststellen, dass sie ohne Schnitt unten früher oder später immer dünner werden und keine richtige Form mehr haben. (Diesen Zustand nennt man "Fairytale-Ends".)
Wer dicke Spitzen möchte, wird also nicht umhin kommen, immer mal wieder die Spitzen nachzuschneiden. (Selbstverständlich muss das nicht jeden Monat und auch nicht in den leider oftmals von Friseuren praktizierten Riesenkürzungen sein.)
Wer zudem schlechte Erfahrungen mit einem Friseur gesammelt hat (weil er mal wieder viel zu viel abgeschnitten, oder eine Frisur fabriziert hat, die man gar nicht wollte), wird sich überlegen, in Zukunft selbst Schere anzulegen. Wenn man selbst schneidet, kann man besser kontrollieren, wie viel und welche Form geschnitten wird.

Entgegen der ersten Angst erweist sich das Spitzen schneiden auf eigene Faust als gar nicht so schwierig und unschaffbar, wie vielleicht angenommen. Schneidet man nach Feyes Anleitung, erzielt man auf einfache Art und Weise gute Ergebnisse und eine Kante nach Wunsch.

Verschiedene Schnittkantenformen

Gerade Kante

Bei der geraden Kante sind die Haare - wie am Namen schon zu erkennen - gerade abgeschnitten. Es liegt eine akkurate, horizontale Schnittkante vor.

U-Form

Bei der U-Form ist die Schnittkante nicht gerade, sondern an den Seiten leicht rundlich. In der Form sehen die Haare dann einem U ähnlich.

V-Form

Die V-Form ist eine etwas verschärftere Version der U-Form. Hierbei laufen die Haare nach untenhin spitz zusammen und erwecken daher den Eindruck eines Vs.

Fairytale-Ends

Bei den Fairytale-Ends werden die Haare einfach in ihrer natürlichen Form wachsen gelassen. Es ist dann keine saubere Schnittkante mehr erkennbar, die Haare sind nach untenhin weniger dicht.

Microtrims

Unter Microtrims versteht man das Kürzen der Spitzen in einem regelmäßigen Abstand um wenige Millimeter/Centimeter, so dass man auf lange Sicht trotzdem Wachstum beobachten kann.
Im Schnitt wachsen Haare circa 1 cm im Monat. Schneidet man nun 2-3 Monate die Spitzen jeweils um 0,5 - 1 cm nach, werden die Haare auf lange Sicht trotzdem länger - es dauert nur eben etwas länger als ohne regelmäßigen Schnitt.

Feye's Selftrim

Allgemein

Feye's Selftrim ist eine beliebte Methode unter Langhaars, sich selbst die Spitzen ein Stück zu kappen. Die einzigen Voraussetzungen sind eine eigene Schere und Haare, die lang genug sind um sie im Pferdeschwanz nach vorn über die Schulter zu nehmen.

Anleitung

  • Die Haare gut durchkämmen. Bei welligen oder gar lockigen Haaren empfiehlt es sich, die Haare etwas anzufeuchten, dann lassen sie sich besser schneiden und die Schnittkante besser kontrollieren.
  • Die Haare möglichst tief zu einem Pferdeschwanz zusammenbinden. Hierbei gilt: Je höher der Pferdeschwanz sitzt, desto mehr geht der Schnitt ins "V". Wer eine glatte Kante möchte, muss also die Haare ganz tief im Nacken zusammenfassen.
  • Gerade hinstellen und den Zopfgummi langsam und gerade nach unten durchziehen, als würdet ihr ihn rausziehen wollen. Dabei aber etwa 3-5cm (je nachdem wie viel geschnitten werden soll) der Spitzen übrig lassen und den Zopfgummi nicht herausziehen. Wichtig ist hierbei, dass der Zopfgummi gerade heruntergezogen wird, sonst wird der Schnitt schief!
  • Jetzt den Zopf vorsichtig auf die Schulter nach vorne holen und einfach die gewünschte Menge an Spitzen gerade abschneiden. Und ja, das wird gerade ;)

Weblinks