Rizinusöl

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Allgemein

Rizinusöl (auch: Ricinusöl) wird aus den Samen des tropischen Wunderbaums (Riciums communis) gepresst. Die pharmazeutische Bezeichung ist Kastoröl.

Rizinusöl ist farblos bis leicht gelblich, durchsichtig, dickflüssig, brennbar, von schwachem Geruch und wirkt stark abführend.

Hochwertige Qualitäten werden durch Kaltpressung der geschälten Samen gewonnen. Für die ertragreichere Heißpressung werden die Samen vor der Pressung erhitzt und dann in Schneckenpressen gepresst.

Zur Entfernung unerwünschter Stoffe wird das Öl nach der Pressung raffiniert, das heißt entschleimt, entsäuert und mit Wasserdampf behandelt. Raffiniertes Rizinusöl ist frei von Ricin (toxisch).

Rizinusöl ist ein halbtrocknendes-trocknendes, langsam spreitendes Öl.


INCI

Ricinus communis


Inhaltsstoffe, Zusammensetzung

  • Ölsäure 3,6-9 %
  • Linolsäure 3-5%
  • Linolensäure 0,4%
  • Ricinolsäure 77-83%
  • Palmitinsäure 0-1,6 %
  • Stearinsäure 1,5-3 %
  • Vaccensäure, Arachinsäure, Eicosensäure unter 1 %


Kosmetische Verwendung

Äußerlich wird Rizinusöl vor allem bei der Behandlung von Schuppen und Narben eingesetzt, da es gut in Zwischenzellräume eindringt. Gegen Wasser und wasserlösliche Schadstoffe bildet das Öl einen mechanischen Schutzfilm und kann so zur Heilung von Schrunden beitragen.

In der kosmetischen Industrie wird Rizinusöl zur Herstellung von Wimperntuschen, Haarbrillantinen, Haarpflegemitteln, Lippenstiften, Lipgloss und Badeölen genutzt. Über längere Zeit pur angewendet, kann es die Haut austrocknen und wird deshalb gerne bei fettiger Haut zur Reinigung des Gesichts eingesetzt, meist gemischt mit anderen Ölen (Oil-Cleansing-Method, 10-30% Rizinusöl, Rest z.B. Sonnenblumenöl).

Es ist ein sehr gutes Öl für eine Ölkur.


Weblinks