Problem: Kalkhaltiges/hartes Wasser

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Gerade in größeren Städten ist das Leitungswasser oft sehr kalkhaltig und hart. Dies macht sich durch schnell verkalkende Armaturen im Bad bemerkbar, zeigt sich aber auch an den Haaren.
Vor allem wenn man den direkten Vergleich zwischen hartem und weichen Wasser hat, kann man Unterschiede bemerken und auf Probleme in der Haarpflege stoßen.

Näheres zur Wasserhärte findet sich z.B. auf Wikipedia.

Kalkhaltiges Wasser stürzt einen oftmals nach einem Umzug in eine andere Stadt in eine mittelschwere Haarkrise, weil die altbewährte Haarpflege nicht mehr funktioniert und die Haare plötzlich ganz anders auf die verwendete Pflege reagieren.

Auftretende Probleme

Ein häufig beobachtetes Phänomen bei kalkhaltigem Wasser sind klettige, verklebende Haare, die nicht richtig sauber zu werden scheinen, was sich auch an Ablagerungen in Kamm oder Bürste erkennen lässt.

Auch rauhe(re), trockene(re) Haare sind keine Seltenheit.

Lösungsansätze

Allgemein

Bei kalkhaltigem Wasser ist eine saure Rinse als abschließender Guß zu empfehlen - sie hilft, Kalk- und Shampooreste aus den Haaren zu spülen. Dabei kann durchaus Leitungswasser verwendet werden, das man mit Essig oder Zitronensaft versetzt, möglich und kalkfrei wäre aber auch destilliertes Wasser. Leitungswasser ist aber vollkommen ausreichend - man kann im Zweifelsfall immer noch mit der verwendeten Säuremenge experimentieren.
Ein Ausspülen der Rinse sollte nicht notwendig sein und könnte die gute Wirkung zunichte machen, indem man sich gerade wieder neuen Kalk aufs Haupt gießt.

Den Kalk komplett umgehen kann man natürlich auch, indem man die komplette Haarwäsche nur mit destilliertem, kalkfreien Wasser durchführt (Regenwasser soll sich je nachdem auch eignen), allerdings ist dies aus Kosten- und Aufwandsgründen eher nicht optimal.

Klettige, klebrige, nicht wirklich sauber werden wollende Spitzen und Längen

Gründliche Reinigung

Bei klettenden Spitzen und Längen schafft eine gründliche Reinigung Abhilfe. Dafür die Spitzen und Längen bei der Wäsche mit einshampoonieren und mitwaschen.

Gerade bei Kalkwasser scheinen die Haare immer mal wieder eine gründliche Reinigung zu brauchen - das herunterlaufende Shampoowasser bei einer normalen Wäsche, bei der nur die Kopfhaut einshampooniert wird, scheint keine ausreichende Reinigungswirkung mehr für die Längen zu haben.
Da zu viel Shampoowäsche die Haare unnötig strapaziert, sollte solch eine Radikalreinigung nicht nach jeder Wäsche, sondern nur bei Bedarf, wenn die Spitzen und Längen schmierig und klettig werden, durchgeführt werden.

Mit Spülung die Längen schonend mitreinigen

Ebenfalls empfehlenswert für klettige Spitzen ist es, die Längen mit Spülung zu behandeln und diese auch längere Zeit einwirken zu lassen. Die meisten Spülungen enthalten ebenfalls milde Tenside, so dass die Spitzen und Längen bei jeder Wäsche schonend mitgereinigt werden.
Dafür empfiehlt es sich, die Spitzen und Längen als allererstes mit Spülung einzuschmieren und diese die restliche Duschzeit einwirken zu lassen. Irgendwann ganz normal die Kopfhaut mit Shampoo einshampoonieren, einwirken lassen und alles ausspülen. Am Ende die saure Rinse nicht vergessen.

Shampoo verdünnen/sparen?

Bei kalkhaltigem Wasser ist es eher nicht zu empfehlen, das Shampoo zu verdünnen. Je härter das Wasser, desto mehr Shampoo/Tenside scheint es zu brauchen, um die Haare wirklich sauber zu bekommen. Zu zaghafte Reinigung zeigt sich hinterher in klebrigen, nicht richtig sauber gewordenen, klätschigen Haaren.
Natürlich kann man sich langsam rantasten und womöglich ein passendes Verdünnungsverhältnis finden, dies bedarf allerdings viel Geduld und Ausdauer und ist natürlich von Haar zu Haar und Stadt zu Stadt (wegen dem Kalkgehalt) unterschiedlich.