Nachtkerzenöl

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Allgemeines

Nachtkerzenöl wird aus den Samen der Nachtkerze gewonnen. Die zweijährige Nachtkerze ist eine Pflanze der "Alten Welt" und wurde vor ca. 400 Jahren aus Nordamerika eingeschleppt. Ihren Namen bekam die Nachtkerze, weil sie ihre Blüten erst abends/in der Nacht öffnet, um mit ihrem Duft Nachtfalter zur Bestäubung anzulocken. Am nächsten Tag sind die Blüten bereits verwelkt.

Wegen der oxidative Instabilität wird Nachtkerzenöl in der Regel mit Tocopherol stabilisiert.

Nachtkerzenöl ist ein mittelspreitendes und halb trocknendes/trocknendes Öl.


INCI

Oenothera Biennis


Jodzahl

154-162

Inhaltsstoffe, Zusammensetzung

  • Linolsäure 75%
  • γ-Linolensäure 9%
  • Ölsäure 7%
  • Palmitinsäure 6%
  • Stearinsäure 2%
  • Tocoperole 58 mg/100 g (davon ca. 43 mg γ-Tocopherol und 23 mg α-Tocopherol)
  • Unverseifbares 2 %, davon 44 % Sterole

Das Nachtkerzenöl hat einen außergewöhnlich hohen Gehalt an Linolsäure und der seltenen Gamma-Linolensäure. Borretschsamenöl enthält im Vergleich deutlich mehr, nämlich über 21 % dieser Omega-3-Fettsäure. Nachtkerzenöl wird jedoch von manchen wegen des niedrigeren Gehalts an gesättigten Fettsäuren kosmetisch bevorzugt.


Kosmetische Verwendung

Die Inhaltsstoffe des Nachtkerzenöls (Linolsäure und γ-Linolensäure) wirken vor allem bei reizempfindlicher Haut beruhigend. Nachtkerzenöl wird gerne bei trockener, schuppiger und juckender Haut sowie bei Schuppenflechte und Neurodermitis verwendet. Es kann innerlich und äußerlich angewendet werden.

Da Nachtkerzenöl teuer ist, wird vielfach Hanföl als Ersatz verwendet.


Weblinks