Macadamianussöl

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Allgemein

Die Gattung Macadamia umfasst insgesammt 10 Arten. Wirtschaftlich bedeutend sind allerdings nur zwei Arten, Macadamia ternifolia (dünne Schale, Nüsse können geröstet werden) und Macadamia tetraphylla (rauhe Schale, Nüsse sind nicht zum Rösten geeignet). Alle anderen Arten bringen Nüsse hervor, die zum Verzehr zu bitter sind.

Die Pflanzen stammen ursprünglich aus dem Osten Australiens. Heute gehören, neben Australien auch Hawaii als größter Produzent, Neuseeland, Südafrika, Malawi, Kenia, Israel, Brasilien, Kalifornien und Paraguay zu den Anbaugebieten.

Macadamianussöl ist ein mittelspreitendes und nicht trocknendes Öl.


INCI

Macadamia ternifolia

Jodzahl

70-80


Inhaltsstoffe, Zusammensetzung

  • Ölsäure 54–68%
  • Palmitoleinsäure 16–23%
  • Palmitinsäure 7–10%
  • Stearinäure 2–5,5%
  • Arachinsäure 1,5–2%
  • Linolsäure 1–3%
  • Vitamin A, γ-Tocopherol (ca. 19 mg/100 g), Mineralstoffe


Macadamianussöl hat einen außergewöhnlich hohen Palmitoleinsäure-Gehalt. Diese Fettsäure kommt fast nur in tierischen Fetten vor und ist in größerer Menge nur noch in Avocadoöl, Avellanaöl und Sanddornfruchtfleischöl enthalten.

Palmitoleinsäure verbessert das Einziehvermögen eines Öls. Kosmetisch gilt es als Ersatz für das aus Tierschutzgründen kritisch zu sehende Nerzöl, das einen ähnlichen Gehalt an Palmitoleinsäure aufweist.

  • Anteil an Unverseifbarem bis 1,5%


Kosmetische Verwendung

Macadamianussöl gilt als ausgezeichnetes Öl für trockene, spröde, schuppige, entzündliche und sensible Haut und ist auchfür die Haarpflege sehr gut geeignet, da seine Fettsäurezusammensetzung der des menschlichen Sebums ähnlich ist. Wegen seines geringen Linolensäure-Gehalts profitiert Macadamianussöl von linolsäurereichen Ölen, z. B. Traubenkernöl oder Hanföl, aber auch eine Mischung mit Wirkstoffölen wie Nachtkerzenöl und Wildrosenöl ist von Vorteil.


Weblinks