Haarfarbe

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1. Natürliche Haarfarbe

Die natürliche Haarfarbe wird bestimmt durch Melanine (körpereigene Farbstoffe) bzw. bei weißen Haaren durch ihr Fehlen.
Diese Farbstoffe, Eumelanin und Phäomelanin, sind in der Faserschicht des Haares enthalten. Diese werden in besonderen Zellen, den Melanozyten, gebildet. Die Melanozyten sitzen direkt am Haarfollikel, also an der zwiebelförmigen Wurzel des Haares.

Während Eumelanin eine schwarz-braune Farbe hat, ist Phäomelanin eher rot.
Je nachdem, welches Pigment überwiegt, fällt der Farbton des Haares eher hell oder eher dunkel aus.
Rote und blonde Haare z. B. enthalten viel Phäomelanin, bei braunen und schwarzen Haaren überwiegt das Eumelanin.

Beim Ergrauen hören die Melanozyten auf, Melanine zu bilden - ab jetzt wachsen neue Haare ohne Melanine nach. Statt der Farbstoffe werden nun kleine Luftbläschen ins Haar eingelagert; durch einfallendes, reflektiertes Licht erscheint das Haar nun grau oder weiß.


2. Haarfärbung

Diese wird vorgenommen, um dem Haar ein anderes Aussehen zu geben.
Dazu wird bei Anwendung chemischer Mittel das Haar aufgequollen, die natürlichen Pigmente (siehe oben) werden mit chemischen oxidiert und die Coloration verbindet sich chemisch mit dem Keratin.
Dies ist für Haar und Kopfhaut ein strapaziöser Prozess, da viele der angwendeten Chemikalien der Haarstruktur durch das Quellen Schaden zufügen und die Kopfhaut irritieren und austrocknen können.