Honig-Ei-Shampoo

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Beim Honig-Ei-Shampoo (kurz HES) handelt es sich um ein Shampoo, das sich mit ein paar Zutaten aus der Küche ganz einfach selbst zubereiten lässt.

Das Grundrezept

Zutaten für's Grundrezept

  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 1 TL Honig
  • 1 Zitrone (bzw. deren Saft)

Zubereitung

  1. Ei und Eigelb mischen, bis man Eiweiß und Eigelb nicht mehr unterscheiden kann.
  2. Honig unterrühren. Dieser puffert die Zitronensäure ab und verhindert Gerinnen.
  3. Unter ständigem Rühren den Zitronensaft zugeben.
  4. Nach Wunsch Zusätze unterrühren (keine Pflicht! Das Grundrezept wäscht in seiner Ausgangsform am besten, Öl mindert die Waschkraft.)

Anwendung

"Mindestens 5-10 Minuten einwirken lassen"

Beim Honig-Ei-Shampoo handelt es sich nicht um ein Shampoo, das innerhalb weniger Sekunden die Haare komplett zu reinigen vermag. Es braucht etwas Einwirkzeit, um seine Fähigkeiten voll zu entfalten.

Warm ausspülen

Lauwarmes (~38°C) Wasser unterstützt das Lecithin bei der Waschwirkung und hilft, den Zucker des Honigs gut zu entfernen. Das Shampoo muss gründlich ausgespült werden (am besten mindestens 1 Minute länger, als man es für nötig hält). Hinterher kann man die Waschprozedur mit einer eiskalten Spülung oder einer sauren Rinse beenden.

Mögliche Zusätze

Öl

Wirkt das Shampoo in seiner Grundform zu austrocknend, kann man Öl untermischen und dadurch die Waschkraft mindern. Wird jedoch zu viel Öl untergerührt, verwandelt das Öl das Shampoo in eine Mayonnaise, die als Kur fungiert (siehe Mayonnaise oder Russian egg-yolk treatment) und mit Shampoo ausgewaschen werden muss. Empfehlung: Maximal einen Teelöffel Öl zugeben.

Aromaöle / ätherische Öle

Ätherische Öle können zur Geruchsveränderung eingesetzt werden, um dem Shampoo einen anderen Duft zu verleihen. Wie allgemein bei ätherischen Ölen gilt auch hier: Öle mit Vorsicht und in kleinen Mengen zugeben und gut verrühren! Empfehlung: Nur ein paar wenige Tropfen zugeben.

Senf

Soll den Glanz des Haares erhöhen.

Näheres zu den Zutaten

Honig

Der Honig puffert das Ei vor chemischen Reaktionen mit dem Zitronensaft ab und wirkt (in niedriger Konzentration) pflegend auf die Haare. Er findet auch in vielen Haarkur-Rezepten Verwendung. Zu viel Honig kann jedoch austrocknend wirken, da der enthaltene Zucker sehr viel Wasser binden kann. Ist nicht genug Wasser vorhanden, bezieht der Zucker/Honig sein Wasser aus den Haaren und trocknet diese dadurch aus.

Ei / Eigelb

Die waschaktiven Substanzen (Tenside) dieses Shampoos! Beim Lecithin, das im Eigelb enthalten ist, handelt es sich um einen natürlichen Emulgator (= Tensid), der Fett und Wasser verbindet. Auch im Eiweiß sind waschaktive Substanzen enthalten, allerdings sind diese weitaus schwächer als die des Eigelbs. Das Eiweiß wirkt jedoch pflegend und wie eine Kittsubstanz: Das Protein lagert sich in Lücken der Haarstruktur an und scheint es so zu "reparieren".

Zitronensaft

Das Haar besitzt von Natur aus einen Säureschutzmantel, der durch basische Stoffe stark angegriffen wird. Somit hilft der Zitronensaft, ein saures Shampoo herzustellen, das die Haare schonend säubert. Zusätzlich wirkt die Säure glättend auf die Haarstruktur und trägt dazu bei, dass die Haarschuppen sich eng an den Haarschaft anlegen. Außerdem bietet der Zitronensaft eine "Angriffsfläche" für Stoffe, die nicht schon vom Lecithin von der Haaroberfläche abgetragen werden konnten. Er bindet überschüssiges Öl, Staub und andere Anlagerungen, die sich dann am Ende mit dem Shampoo ausspülen lassen.

Öl

Das Öl dient als "Nachfetter" bzw. "Waschbremser". Durch Zugabe von Öl wird die Waschwirkung des Shampoos herabgesetzt und es wird verhindert, dass das Haar zu sehr ausgetrocknet und dadurch spröde wirkt. Für die ersten Versuche sollte auf Zusätze verzichtet werden. Mit Öl als Zusatz sollte sparsam umgegangen werden.

Aromaöle / ätherische Öle

Wie oben bereits erwähnt, lässt sich der Duft des Shampoos durch ätherische Öle beeinflussen. Doch auch hier gilt: Aromaöle in Maßen zugeben und es nicht übertreiben!

Externe Links