Flechttechniken

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Englischer Zopf (der ganz normale Dreistrangzopf)

Obwohl allgemein bekannt, hier eine Kurzanleitung:

  1. Haare in drei Strähnen teilen.
  2. Eine äußere Strähne über die mittlere Strähne legen.
  3. Äußere Strähne der anderen Seite über die Mittelsträhne legen.
  4. Schritte 2 und 3 wiederholen, bis ihr meint, der Zopf sei fertig.

Kann als Lace braid, Holländer oder Franzose geflochten werden.


Multistrand: mehr als drei Flechtstränge

Multistrand braiding, flach, ungerade Anzahl Stränge

Flache Zöpfe mit mehr als drei Strähnen - der breiteste, den ich bislang gesehen habe, hatte über 20!
Je mehr Strähnen, desto flacher und kürzer ist der Zopf.

Ich erkläre einen flachen Fünfer in französischer Flechtart, das gleiche Prinzip gilt aber auch für 7-, 9-, n-strängige Zöpfe.
Wichtig: die Anzahl der Strähnen MUSS ungrade sein!

  1. Haare in 5 Partien aufteilen.
  2. Linke äußere Strähne über-unter die benachbarten Stränge führen.
  3. Rechte äußere Strähne über-unter die benachbarten Strähnen führen. Im letzen Flechtgang sind die beiden ehemaligen Außenstränge überkreuzt worden.
  4. Schritte 2 und 3 wiederholen, bis ihr fertig seid.

Kann als Lace braid, Holländer oder Franzose geflochten werden.
Es wird hier quasi von beiden Seiten her gewoben, und zwar spiegelbildlich: was links geschieht, wird rechts wiederholt.

Multistrand braiding, flach, gerade Anzahl Stränge

Flache Zöpfe mit mindestens 4 Strängen.
Auch hier gilt: je mehr Strähnen, desto breiter, flacher und kürzer ist der Zopf.

Ich erkläre einen Vierzopf (Herz-in-der-Mitte), das gleiche gilt auch für 6, 8, 10 oder mehr Strähnen.

  1. Haare in vier Stränge aufteilen.
  2. Äußere Strähne unter die benachbarte Strähne legen.
  3. Andere äußere Strähne über die benachbarte und unter die Strähne aus Schritt 2 legen.
  4. Schritte 2 und 3 wiederholen.

Kann als Lace braid, jedoch nicht als Holländer oder Franzose geflochten werden.
Hier wird auch wieder von zwei Seiten her gewoben, jedoch nicht spiegelbildlich; was auf der einen Seite unter dem Nebenstrang durchgeht, geht auf der anderen Seite darüber und umgekehrt.


Multistrand braiding - Webtechnik

Ergibt breite, flache Zöpfe und kann mit einer beliebigen Anzahl von Strängen (gerad- oder ungeradzahlig) geflochten bzw. gewebt werden.
Diese Technik fand evtl. bei einigen der berühmten Sis(s)i-Frisuren wie der Sternfrisur und der Steckbrieffrisur Anwendung.

Ich erkläre hier einen fünftsträngigen Webzopf; dieser fällt etwas breiter aus als der herkömmliche Fünfstrangzopf.

  1. Haar in fünf Parten teilen.
  2. Eine äußere Parte nehmen und unter-über-unter-über über die folgenden Strähnen weben.
  3. Schritt 2 stets wiederholen.

Kann als Lace braid, jedoch nicht als Holländer oder Franzose gemacht werden.
Die Besonderheit im Gegensatz zu anderen Multistrand-Techniken ist hier, dass immer nur von einer Seite her gearbeitet wird; die Strähnen müssen während des Flechtvorgangs konstant gehalten werden, da die Weberei sonst ausfällt.

Runde Zöpfe - gerade und ungerade Anzahl von Strängen

Runde Zöpfe, ungrade Anzahl von Strängen

      • noch in Bearbeitung!***


Runde Zöpfe, gerade Anzahl von Strängen

Als viersträngiger Box braid relativ bekannt, kann jedoch auch mit 6, 8 oder mehr Strängen geflochten werden.
Die Technik stammt - wie vermutliche auch das "holländische" Flechten - ursprünglich aus Afrika.

Erklärt wird hier, da der Box braid als bekannt vorrausgesetzt wird, ein sechssträngiger runder Zopf.

  1. Haare in sechs Partien aufteilen.
  2. Eine äußere Partie über drei Strähnen durch, unter eine zurück legen.
  3. Äußere Strähne der anderen Seite über drei, unter eine Strähne zurück legen.
  4. Schritt 2 und 3 stets wiederholen.

Lace braid, Holländer und französischer Zopf sind mit dieser Technik möglich; es wird stets über die halbe Gesamtanzahl von Strähnen und zurück unter eine geflochten. Nach ein paar Flechtgängen bildet sich so ein runder Zopf heraus. Technisch nah verwandt mit dem seemännischen Rundplatting.

Kordeln

      • noch in Bearbeitung!***

Fischgrät

Medieval braiding: Fischgrät-Multistrand

Ausgetüftelt von LHC-Userin CryssieWillow. Einfach zu erlernende Fischgrätvariante mit mehr als zwei Partien bzw. "dicken" Strähnchen.

Erläutert wird hier die im Original etwas umständlich erklärte viersträngige Variante.

  1. Haare in vier Stränge teilen.
  2. Eine äußere Strähne über zwei benachbarte Strähnen legen.
  3. Andere äußere Strähne über zwei benachbarte Strähnen legen.
  4. Stets wiederholen.

Bei dieser Technik wird beidseitig stets über die halbe Gesamtanzahl an Strängen gearbeitet.