Hanföl

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Allgemein

Dieser Artikel beschreibt hauptsächlich das fette Hanföl.

Fettes Hanföl wird aus den Samen des Hanf gewonnen und ist abzugrenzen vom ätherischen Hanföl (gewonnen aus Blüten und Blättern der Hanfpflanze) und dem Haschischöl (THC-haltiges Harzextrakt der weiblichen Cannabis-Blütenstände). Samen und Samenschalen enthalten im Gegensatz zu den sie umgebenden Hüllblättern noch nicht einmal Spuren von THC. Auch vor der Einführung von THC-armen Sorten zur Faser- und Ölgewinnung bestand keine Gefahr einer Drogenwirkung beim Konsum der Hanffrüchte.

Hanf wird normalerweise ohne Biozide angebaut und enthält deshalb auch in konventioneller Qualität keine Pestizidrückstände.

Hanföl sollte man unbedingt kühl, dunkel und gut verschlossen lagern, da es durch seinen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren recht schnell oxidiert.

Hanföl ist ein mittelspreitendes und halb trocknendes-trocknendes Öl.


INCI

Cannabis sativa


Inhaltsstoffe

  • Linolsäure (50-70 %)
  • α-Linolensäure (15-25 %)
  • Ölsäure (10–16 %)
  • γ-Linolensäure (0,5-4 %)
  • Stearinsäure (2-4 %)
  • Tocopherole (γ-Tocopherol ca. 63 mg/100 g, α-Tocopherol ca. 13 mg/100 g, δ-Tocopherol ca. 10 mg/100 g und ca. 3 mg/100 g β-Tocopherol)
  • Phytosterole (0,5–1,5 %)
  • Anteile an Unverseifbarem: 0,5-1,5 %

Verwendung in der Kosmetik

Das Fettsäurespektrum von Hanföl (Omega-6-Fettsäure Linolsäure : Omega-3-Fettsäure α-Linolensäure = 3:1) weist große Ähnlichkeit mit dem ernährungsphysiologisch optimalen Verhältnis von 4:1 auf, daher gilt es als ausgesprochen wertvolles und empfehlenswertes Speise- und Pflegeöl.

Hanföl wird vielfach von Menschen mit Neurodermitis und Allergien verwendet. Dieses liegt u.a. am hohen Gehalt an Gamma-Linolensäure, die sonst nur noch in Nachtkerzen-, Borretschsamen- und Johannisbeersamenöl in nennenswerter Menge vorkommt. Durch die Alpha-Linolensäure hat das Hanföl stark regenerierende und zellerneuernde Eigenschaften. Es wird auch gerne bei trockener und reifer Haut eingesetzt und zieht sehr gut in die Haut ein.

Eine Kombination von Hanföl mit ölsäurehaltigen Ölen wie z. B. Avocado-, Mandel-, Argan- oder Haselnussöl ist besonders günstig. Sehr empfehlenswert ist auch eine Mischung mit dem sehr oxidationsstabilen Marulaöl. Marulaöl ergänzt das Fettsäurensprektrum des Hanföls und stabilisiert es.


Weblinks