Kamelienöl

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Kamelienöl wird aus den Samen verschiedener Kamelienarten gepresst.
Aufgrund der kleinen Mengen, in denen das Öl in Europa nachgefragt wird, gibt es keine Qualitätskontrolle; jeder kann verkaufen und angeben, was er möchte, auch wenn im Zweifelsfalle nur ein geringer Prozentsatz oder gar kein Anteil des ausgelobten Produkts enthalten ist. Im Zweifelsfall sollte man der Analyse glauben und nicht dem Etikett.
Der größte Teil des Kameliensamenöls stammt, so bezeugen es zumindest die Fettsäureanalaysen, von Camellia oleifera. Also: Händler fragen, Anlayse-Zertifikat anfordern – oder es eben so benutzen. Keines der Öle schadet dem Haar, sie unterscheiden sich nur in ihrer Zusammensetzung und somit in ihrer Wirkung.


Camellia sinensis (= Teestrauch, C. chinensis)

Das Öl von C. sinensis, auch Teesamenöl genannt, verfügt über ein sehr ausgewogenes Spektrum an Ölsäure (um die 42 %), Linolsäure (um die 37 %) und Palmitinsäure ( ca. 14 %). Diese Zusammensetzung unterscheidet sich deutlich von der Zusammensetzung des Öls aus C. oleifera oder C. japonica!
Bei Ölen, die für Messer- und Holzpflege unter diesem Namen verkauft werden, gibt es gewisse Bedenken bezüglich der Reinheit (evtl. Spuren von Lösungsmitteln etc.). Die zur Messerpflege angebotenen Öle enthalten teilweise noch einen geringen Anteil an Orangenöl.

Camellia japonica (Tsubakiöl)

Das Öl von C. japonica wird auch unter dem Namen Tsubakiöl gehandelt. Es ähnelt im Fettsäuresprektrum C. oleifera, zieht sehr gut in die Haut und ins Haar ein und lässt sich gut verteilen.

Camellia oleifera

Auch dieses Öl wird teilweise als Teesamenöl bezeichnet.
Das Fettsäuresprektrum hat Ähnlichkeit mit Olivenöl und eine hohe Ähnlichkeit mit Haselnussöl, besitzt jedoch weniger Linolensäure. In seinen Herkunftsländern wird es als Universalöl für die Lebensmittelzubereitung sowie für Haut- und Haarpflege verwendet. Dieses Öl zieht sehr gut in die Haut ein und kann Wirkstoffe in die Haut (evtl. auch ins Haar?) schleusen.
Jodzahl: 80–87, nicht trocknend, mittelspreitend

Zusammensetzung

Ölsäure (ca. 82 %), Linolsäure (ca. 7 %), Palmitinsäure (ca. 6 %), Stearinsäure (ca. 2 %)

Camellia sasanqua (Camellia Kissi Oil)

C. sasanqua wurde von den Japanern nie als Zierpflanze, wie andere Kamelienarten, angesehen, sondern als Nutzpflanze. "sasanqua" bedeutet "pflaumenblütiger Tee" (Quelle: Lexikon der Pflanzlichen Fette und Öle, Springerverlag, Krist-Buchbauer-Klausberger)
Starke Schwankungen in der Fettsäurenzusammensetzung, daher schwer einzuordnen.

Weblinks